Die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem genannt) haben sich in den letzten Jahren zu einem international agierenden Museumskomplex, herausragenden Ausstellungsstandort und bedeutenden Forschungszentrum entwickelt. Vor allem in den Bereichen Archäologie, Weltkulturen und Fotografie zählen sie zu den bedeutenden Ausstellungshäusern in Deutschland und Europa. Mit der Neueröffnung der Zeughaussammlungen zur Kunst- und Kulturgeschichte sowie zur Geschichte Mannheims und der Region werden auch diese Fachrichtungen im nationalen und internationalen Museumswesen Beachtung finden. Mit insgesamt 11.300 qm Ausstellungsfläche und ca. 1,2 Mio. Exponaten sind die rem der größte süddeutsche Museumskomplex in kommunaler Trägerschaft.
Einzigartig in der deutschen Museumslandschaft ist die enge Verbindung zwischen den als Eigenbetrieb der Stadt Mannheim geführten rem und der Curt-Engelhorn-Stiftung für die rem als Stiftung bürgerlichen Rechts. Museumsdirektion und Stiftungsvorstand sind identisch, werden stets in Personalunion geführt. Dadurch können die Ressourcen beider Institutionen ideal aufeinander abgestimmt werden. Die Stiftung fördert z.B. die gesamte Forschung und das Ausstellungswesen der rem.
Die Sammlungen der Reiss-Engelhorn-Museen wurden 1731 von Kurfürst Carl Philipp begründet, von Kurfürst Carl Theodor seit 1742 in großem Umfang ausgebaut und seitdem stetig erweitert. Sie umfassen Bestände von regionalem, nationalem und internationalem Interesse. Eine Besonderheit stellen die Eigentums- und Besitzverhältnisse an den heutigen Beständen dar. Die rem besitzen und verwalten ihre Bestände, das Eigentum daran teilt sich zu ca. 40 Prozent auf das Land Baden-Württemberg, ca. 40 Prozent auf die Gesellschaft der Freunde Mannheims (Mannheimer Altertumsverein von 1859), 15 Prozent auf die Stadt Mannheim und 5 Prozent auf die Förderer-Stiftung für die rem und die Curt-Engelhorn-Stiftung für die rem auf.